Die Marke Lelo hat gerade eine Neuauflage ihrer Bestseller auf den Markt gebracht: die Lelo Ina 2, Mona 2 und Elise 2.
Mit dabei: „100 % stärkere“ Vibrationen, wie LELO uns verspricht, eine ergonomischere Form und wasserdichte Produkte.
Die Mona 2 ist ein Vibrator für den G-Punkt. Die Elise 2 ist ein vielseitiger Vibrator mit „seidigem Gefühl“. Und schließlich die Ina 2, das von uns getestete Produkt: ein Rabbit, also ein vibrierendes Sexspielzeug, das gleichzeitig die Klitoris und das Innere der Vagina stimuliert. Ein Rabbit übrigens, das den guten Geschmack hat, nicht wie ein Hase auszusehen.
Anlässlich der Markteinführung dieser neuen „aktualisierten“ Produkte hat uns Lelo die Ina 2 sowie die Ina geschickt. So können wir die Verbesserungen, die an diesem Rabbit vorgenommen wurden, ganz genau unter die Lupe nehmen.
Wir freuen uns also, euch unseren Vergleichstest des Lelo Ina und des Lelo Ina 2 präsentieren zu können.
Aussehen der beiden Vibratoren
Verpackung
Keine Überraschungen an dieser Stelle: Die Verpackung des LELO INA 2 und die des LELO INA sind identisch oder zumindest fast.
Wie bei den Lustobjekten der Marke LELO üblich, bekommt man eine ziemlich elegante und stabile Verpackung.

Die Verpackungen der Lelo Ina und Ina 2.
Bei der äußeren Kartonverpackung sind die Maße und Farben gleich, und natürlich auch das Logo. Man könnte meinen, es handle sich um dasselbe Sexspielzeug!
Auf der Rückseite gibt es allerdings ein paar kleine Unterschiede. Das abgebildete Sexspielzeug ist nicht dasselbe, und der Text steht an anderen Stellen.
Wenn man die äußere Verpackung öffnet, stellt man fest, dass die Boxen der beiden Sexspielzeuge wie eineiige Zwillinge sind.
Auch der Inhalt der beiden Boxen ist ähnlich und gleich angeordnet.
Die Ina 2 ist auf den Fotos unten links.
Das Sexspielzeug liegt auf einem Sockel aus Karton und Schaumstoff und wird von diesem an Ort und Stelle gehalten. Der Sockel ist mit einer dünnen Samtschicht überzogen, die ihn weich macht. Auch wegen solcher Kleinigkeiten sage ich euch immer wieder, dass die Verpackungen dieser Marke elegant sind.
Unter einer Abdeckung aus dickem Karton verstecken sich die Accessoires:
- das Ladegerät (bei beiden Modellen identisch),
- der Aufbewahrungsbeutel (bei beiden Modellen identisch),
- eine Probe Gleitgel,
- die Gebrauchsanweisung und die Garantieinformationen.
Im weiteren Verlauf dieses Artikels seht ihr Fotos, auf denen das Aussehen der beiden Produkte verglichen wird und die nummeriert sind. Wie ihr auch ohne meine Hilfe erraten hättet, steht die Zahl „1“ für die ursprüngliche Ina und die „2“ für die neue Ina 2.
Form der beiden Sexspielzeuge
Der Lelo Ina und der Lelo Ina 2 sind Rabbits, auch wenn sie keine Ohren haben. Sie haben zwei Enden. Das breitere, gebogene Ende ist so geformt, dass es die Zone, die wir dem „G-Punkt“ zuordnen, besser erreicht, und dient der vaginalen Penetration. Das kleinere Ende stimuliert die Klitoris.

Man sieht, dass die Form der beiden Modelle nicht ganz identisch ist.
Der Abstand zwischen dem Arm, der auf der Klitoris liegt, und dem „Körper“ des Sexspielzeugs ist bei der INA 2 größer. Bei beiden Produkten ist dieser Arm leicht flexibel und lässt sich dadurch ausrichten.
Außerdem ist die Klitorisspitze der INA 2 etwas breiter.
Maße
Beide Sexspielzeuge sind gleich lang (Griff + einführbarer Teil: 19,5 cm).
Die Ina 2 hat allerdings einen etwa 1,5 cm kürzeren Griff, sodass mehr Länge für den Teil bleibt, der uns interessiert.
Beim Gewicht herrscht Gleichstand: Beide wiegen jeweils 130 Gramm.
Material
Das Material ist genau dasselbe, und das ist auch gut so, denn der stimulierende Teil besteht aus medizinischem Silikon und der weiße Griff aus ABS-Kunststoff. Es gibt also keinerlei Probleme mit Phthalaten oder was weiß ich, aber das versteht sich bei einem „Luxus“-Rabbit ja von selbst.
Details
Die Abdeckung über dem Anschluss, an den das Ladegerät angeschlossen wird, ist bei beiden Modellen identisch. Schaut man jedoch unter diese Abdeckung, stellt man fest, dass die Anschlüsse nicht gleich sind. Der Lelo Ina hat einen kreuzförmigen Metallstecker, während der des Ina 2 rund ist. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das das Erste ist, was man mit einem Sexspielzeug macht.
Der Unterschied zwischen den Knöpfen fällt am meisten auf. Bei der INA sind sie durch einen Spalt vom Rest des Griffs getrennt, während sie bei der INA 2 nahtlos in die übrige Griffoberfläche übergehen.
Ich erwähne diese beiden völlig nebensächlichen Details, weil ich denke, dass sie wahrscheinlich damit zusammenhängen, dass der Lelo Ina 2 wasserdicht ist. Die Ina hingegen ist nur spritzwassergeschützt. Ein Pluspunkt für den Neuling also.
Funktionen
Stromversorgung
Die Ina und die Ina 2 sind beide wiederaufladbar. Sie haben denselben Akku (Li-lon 500mAh 3.7V), der bis zu vier Stunden hält.
Das ist keine weltrekordverdächtige Leistung, aber durchaus in Ordnung. Ich habe die angegebene Laufzeit nicht überprüft, aber was soll’s. In dieser Hinsicht weiß man, dass man das Gerät viele Male benutzen kann, bevor man es wieder aufladen muss.
Gebrauchsanweisung
Vergleicht man die technischen Beschreibungen der beiden Sexspielzeuge, sind sie identisch.
Da könnte man sich fragen, ob das nicht ein geschickter Marketingtrick von Lelo ist, um den Verkauf und den Preis eines nahezu unveränderten Sexspielzeugs wieder anzukurbeln. Aber nein, das ist nicht der Fall. Lest einfach weiter.
Die INA und die INA 2 sind mit zwei Motoren ausgestattet: einem entlang der Achse für die vaginale Stimulation und einem im „Arm“ für die klitorale Stimulation.
Die Bedienelemente sind bei beiden Sexspielzeugen gleich.
Jedes hat 8 Vibrationsmodi, deren Intensität sich mit den „+“- und „-“-Tasten einstellen lässt. Mit den Tasten „hoch“ und „runter“ wechselt man den Modus.
Vibrationsmodi
Hier sind die acht Modi in der Reihenfolge:
- Gleichmäßige vaginale und klitorale Vibration.
- Nur vaginale Vibration.
- Und schließlich nur klitorale Vibration.
- Schnelle Pulse im Wechsel zwischen den beiden Motoren.
- Gleichzeitige schnelle Pulse beider Motoren.
- Die Vibrationen entlang der Hauptachse werden allmählich stärker, während sie im klitoralen „Arm“ schwächer werden; anschließend geschieht das Gegenteil.
- Die Intensität variiert entlang der Achse in „Wellen“ und bleibt im Arm gleich.
- Zufallsmodus.
Und jetzt kommen die wirklichen Unterschiede:
Vibrationsstärke
Zu meiner großen Freude haben sich die Vibrationen der INA 2 als besonders intensiv erwiesen. Die Ankündigung „100 % stärkere Vibrationen“ ist gerechtfertigt.
Von allen Verbesserungen, die an diesem Modell vorgenommen wurden, scheint mir das die bemerkenswerteste zu sein.
Beachtet aber: Auch wenn die Vibrationen des Vorgängermodells „100 %“ schwächer sind, sind sie immer noch stark genug, um wirklich interessant zu sein und viele andere Rabbits in dieser Hinsicht zu übertreffen.
Lautstärke
Bei voller Leistung klingen die beiden Sexspielzeuge nicht ganz gleich. Überraschenderweise könnte ich euch aber nur schwer sagen, welches lauter ist, obwohl das neue doppelt so stark ist.
Sie bewegen sich in etwa auf demselben Lautstärkeniveau. In einem stillen Raum kann man das Sexspielzeug nicht unbemerkt benutzen – ein Ninja ist es noch nicht –, aber die Vibrationen bleiben dezent. Bei geschlossener Tür ist es im Nebenraum überhaupt nicht zu hören. Auch hier ein Pluspunkt für die Ina 2: Sie ist leistungsstärker geworden, ohne dass die Lautstärke zugenommen hat.
Anwendung
Tatsächlich sind beide Sexspielzeuge wirksam und ermöglichen es, ohne allzu große Anstrengung und in sehr kurzer Zeit zum Orgasmus zu kommen. Bei der Lelo Ina und der Ina 2 geht es nicht darum, ein gutes mit einem schlechten Sexspielzeug zu vergleichen. Auf der einen Seite haben wir ein tolles Sexspielzeug und auf der anderen ein noch tolleres.
Der Unterschied in der Stärke
Bei maximaler Leistung ist der Unterschied zwischen der Vibrationsintensität des Lelo Ina und der des Ina 2 durchaus spürbar. Da die Vibrationen der INA aber bereits stark genug sind, um mich sehr schnell zum Orgasmus zu bringen, berücksichtige ich dieses Merkmal, messe ihm aber keine überragende Bedeutung bei.

Ein guter Vibrator sollte stark genug vibrieren, um seiner Nutzerin Orgasmen zu verschaffen, ohne dass sie sich dafür richtig ins Zeug legen muss. Man hat schließlich nicht immer eine Stunde Zeit, um sich in Ruhe selbst zu befriedigen. Aber ob man in 4 Minuten oder schon in 2 Minuten zum Orgasmus kommt, ist kein entscheidender Unterschied. Zumindest für meinen Geschmack. Wenn man aber die Wahl hat, nimmt man natürlich lieber das bessere Modell – also das, das stärker vibriert.
Außerdem ist die Mindestleistung der INA 2 (die geringste Vibrationsstärke, bevor sie sich ganz ausschaltet) niedriger als die Mindestleistung der INA. Die Vibrationen decken ein größeres Spektrum ab und bieten eine breitere Palette an Abstufungen.
Form und Ausrichtung der Klitorisspitze
Bevor ich die beiden Sexspielzeuge ausprobierte, hätte ich nicht vermutet, dass ausgerechnet der Unterschied meine Aufmerksamkeit am meisten auf sich ziehen würde: … die Form und Ausrichtung der Klitorisspitze.
Abgesehen davon, dass sie nicht wasserdicht ist, ist das tatsächlich der einzige Punkt, den man der ursprünglichen INA vorwerfen kann: Der Arm für die klitorale Stimulation liegt etwas zu nah an der vaginalen Achse des Sexspielzeugs.
Das hat zwei Folgen: Zum einen kann der Druck auf die Klitoris manchmal ein bisschen zu stark sein (vor allem am Anfang der Anwendung und direkt nach dem Orgasmus). Zum anderen liegt die Spitze dieses Aufsatzes nicht immer ganz „von selbst“ an der Klitoris an. Man muss sie eventuell nachjustieren, damit sie richtig sitzt.
Bei der Ina 2 wurde dieser Makel behoben. Form und Ausrichtung des kleinen Arms des Sexspielzeugs passen sich der weiblichen Anatomie besser an.
Der Druck durch die Klitorisspitze ist ausreichend, ohne zu stark zu sein. Man kann diesen Druck besser kontrollieren, und der Arm liegt genau auf der Klitoris, sobald man den Hauptteil des Sexspielzeugs in die Vagina einführt.
Fazit: Lelo Ina vs. Ina 2
Die wichtigsten Unterschiede:
- Die maximale Vibrationsintensität ist bei der Ina 2 stärker (und das deutlich spürbar).
- Und vor allem wurde der größte Makel der Ina behoben. Bei der Ina 2 ist die Spitze für die klitorale Stimulation breiter und weiter entfernt von dem Teil, der in die Vagina eingeführt wird. Dadurch passt sie sich besser an den Körper an und bleibt gut an der Klitoris liegen, ohne zu viel Druck auf sie auszuüben.
- Die Ina 2 ist wasserdicht, während die Ina nur spritzwassergeschützt ist.
Die Gemeinsamkeiten:
Die Pluspunkte:
- Optisch ist es eine knifflige Aufgabe, den Lelo Ina 2 vom Ina zu unterscheiden – wie bei einem Suchbild mit sieben Unterschieden. Beide sind gleich hübsch, und ihre sehr elegante Verpackung ist exakt dieselbe.
- Ihre Wirksamkeit ist unbestreitbar. Rechnet mit maximal 3 Minuten bis zum Orgasmus.
Der (kleine) Nachteil:
- Der einzige Nachteil, der mir einfällt, betrifft alle Rabbits. Die klitorale Stimulation ist erst möglich, nachdem der Hauptteil des Sexspielzeugs in die Vagina eingeführt wurde. Das ist nicht unbedingt ideal für diejenigen, die lieber mit klitoraler Stimulation anfangen. Hat also nichts speziell mit dem Modell von Lelo zu tun.
Note finale du test
Les plus
- Starke Vibrationen
- Gut positionierter und flexibler Klitoris-Aufsatz
- Gesundes Material (Silikon)
- Wasserdicht
Les moins
- Kein echter Nachteil
Kurz gesagt
Wenn ihr bereits den Lelo Ina besitzt, solltet ihr ihn nicht in die Schublade legen, solange er noch funktioniert. Der Lelo Ina 2 ist eindeutig besser. Aber auch wenn die Unterschiede zwischen den beiden Modellen sehr deutlich sind, gilt das ebenso für ihre Gemeinsamkeiten und die Ähnlichkeiten bei der Anwendung.
Wenn ihr dagegen einen wirksamen Rabbit sucht und weder die Ina noch die Ina 2 habt (oder eurer Ina etwas Tragisches zugestoßen ist), kann ich euch die Lelo Ina 2 nur wärmstens empfehlen.
Der Lelo Ina ist ein ausgezeichnetes Sexspielzeug, und die Ina 2 ist noch besser!













