Wir haben den Tiger G4 von Fun Factory getestet, einen Vibrator, der auf seiner ganzen Länge geriffelt ist. Nicht zu verwechseln mit dem Dildo Tiger Stubs derselben Marke.
Als großer Bruder des Stronic Eins ist dieser Vibrator ein klassischeres Sextoy: Er vibriert.
Natürlich habe ich keine Sekunde gezögert.
Ich mag die Produkte der Marke Fun Factory, und dieses Modell schien recht vielversprechend.
Mit seiner gebogenen Form und dem Noppen an der Basis soll das Gerät, wie ein Rabbit, gleich doppelt stimulieren – und das in einer texturierten Version. Mal sehen, ob es hält, was es verspricht.
Verpackung des Fun Factory Tiger G4
Wie der Stronic Eins derselben Marke wird auch der Tiger G4 in einer Pappschachtel präsentiert, die übrigens ziemlich ähnlich aussieht.
Der Rand ist grau und mit erhabenen „Punkten“ verziert, die Fotos des Sextoys von vorn und von der Seite umgeben. Nimmt man die Schachtel ab, kommt eine goldgraue Box zum Vorschein.
Die Verpackung sieht also hübsch aus, aber eine dauerhafte Aufbewahrungsmöglichkeit (weder ein Etui noch ein stabiler Behälter für die langfristige Aufbewahrung) wird nicht mitgeliefert.
Look des Fun Factory Tiger G4
Die Raubkatzen-Bezeichnung des Tiger G4 geht wahrscheinlich auf die seitlichen Rillen auf der Vorderseite zurück, die an die Streifen eines Tigers erinnern.
Er hat eine ziemlich phallische Form, allerdings stark stilisiert. Fuchsiafarben, an der Spitze gebogen und mit einem „Noppen“ an der Basis, der die Klitoris stimulieren soll. Die seitlichen Rillen sind erhaben.
Der Fun Factory Tiger G4 hat einen Durchmesser von 3,5 Zentimetern und ist 22 Zentimeter lang. Der Silikonteil ist allerdings nur 16 Zentimeter lang, der einführbare Teil 12 Zentimeter.
Zum Größenvergleich ist er auf dem Foto daneben zusammen mit einem großen Feuerzeug zu sehen (und nicht mit einem kleinen Feuerzeug, wie bei den meisten Sextoys, die auf diesem Blog fotografiert werden).
Textur und Material
Der Tiger besteht aus Silikon in medizinischer Qualität. Ein unbedenkliches, porenfreies Material, das nicht komisch riecht. Apropos Geruch: Genau wie der Stronic duftet er nach Himbeere!
Stromversorgung des Fun Factory Tiger G4
Keine Überraschung: wie beim Stronic liegt auch das Ladegerät des Tiger G4 (es ist dasselbe, das Click & Charge) in einer separaten Schachtel. Fun Factory verkauft das Ladegerät als Zubehör.
Update: Die Marke scheint verstanden zu haben, dass es nicht gerade die feine Art ist, bei den Ladegeräten zu knausern, und legt jetzt jedem Vibrator ein Ladekabel bei (aber keinen Netzadapter).
- Das Gute daran: Alle wiederaufladbaren Fun Factory Produkte sind mit denselben Ladegeräten kompatibel. Praktisch, wenn man mehrere hat.
- Der Minuspunkt: Eines der beiden Fun Factory Ladegeräte, die wir zur Hand hatten, funktionierte schon nach wenigen Wochen wegen eines Wackelkontakts nicht mehr richtig. Aber vielleicht hatte ich einfach Pech oder war ungeschickt? Ich will ihm zugutehalten, dass es vielleicht nur ein Einzelfall war, bleibe aber skeptisch, was die Haltbarkeit dieser Ladegeräte angeht.
Das Click & Charge lädt den Vibrator durch elektromagnetische Induktion. Dadurch braucht das Sextoy keine Buchse und es gibt weniger mögliche Eintrittsstellen für Feuchtigkeit.
In der Gebrauchsanweisung des Sextoys ist ein Symbol abgebildet, das darauf hinzudeuten scheint, dass man es zum Reinigen ins Wasser tauchen kann. Man kann also davon ausgehen, dass es wasserdicht ist, auch wenn das nicht ausdrücklich angegeben wird.
Beim Eintauchen könnte allerdings Wasser unter die Silikonhülle gelangen, zumindest in kleinen Mengen, und zwar an der Stelle, wo sie mit dem Griff verbunden ist. Vielleicht ist das auch nicht der Fall und ich bin ein bisschen paranoid, aber sicherheitshalber werde ich es nicht baden lassen.
Bedienung und Modi
Die Bedienelemente des Tiger befinden sich am Griff.
Drei Knöpfe. Von unten nach oben:
- Ein Stern zum Einschalten des Sextoys (langes Drücken) und zum Wechseln zwischen den Modi (kurzes Drücken).
- Ein „-“, um die Vibrationsstärke zu verringern, und zum Ausschalten des Sextoys, wenn man den Knopf länger gedrückt hält.
- Ein „+“, um sie zu erhöhen.
Die Bedienelemente sind ziemlich intuitiv und lassen sich leicht ertasten: Selbst mitten im Geschehen hat man die Bedienung problemlos im Griff.
Der Tiger G4 hat vier Modi:
- Einen „klassischen“ Vibrationsmodus, als einzigen mit regulierbarer Intensität.
- Drei Pulsationsmodi.
Benutzung des Fun Factory Tiger G4
Handhabung
Der Griff des Tiger G4 hat ein ovales Loch. Der Rand der Öffnung ist abgerundet und glatt, die Oberfläche metallisiert.
Man kann einen oder zwei Finger hindurchstecken, um das Sextoy leichter zu handhaben. Für die Finger ist das ziemlich bequem.
Analgebrauch
Im Gegensatz zum Stronic ist der Tiger G4 nicht „verboten trillili“: In der Gebrauchsanweisung steht, dass er dafür geeignet ist.
Dank seiner breiten Basis eignet er sich für den Analgebrauch.
Ich habe den Tiger G4 allerdings noch nicht anal ausprobiert, denn mit seiner gebogenen Form scheint er mir eher für die vaginale Penetration gedacht zu sein.
An der Klitoris
Die zulaufende Spitze des Tigers ist weich und vibriert ziemlich gut, daher schien er mir ein guter Kandidat für die Stimulation der Klitoris zu sein.
Ich lag richtig: An die Klitoris gehalten, bringt er einen in wenigen Minuten zum Orgasmus.
Der Wechsel zwischen Vibrationen und Pulsationen (vor allem der erste Pulsationsmodus) ist besonders effektiv, um die Lust nach und nach zu steigern. Die kräftigen, aber weit auseinanderliegenden Pulsationen halten einen in Spannung, ohne dass die Stimulation aufhört.
Bei dieser Art der Benutzung hat mir die einfache Bedienung gefallen. Manche Vibratoren sind leicht zu verstehen, wenn man sie vor sich hat. Aber während der Benutzung schaut man nicht unbedingt hin und hat auch nicht unbedingt Lust, sich nicht mehr auf die eigene Lust zu konzentrieren, nur um herauszufinden, ob man sechsmal oder siebenmal auf den vierten Knopf von oben drücken muss, um zu dem Modus zurückzukehren, den man gerade versehentlich verstellt hat, als man die Intensität erhöhen wollte. Am Ende gibt man dann auf, konzentriert sich auf einen Modus, der einem gefällt, und bleibt bis zum Schluss dabei.
Beim Tiger G4 gibt es nur drei Knöpfe, die man leicht ertasten kann, und letztlich auch nur wenige mögliche Kombinationen: ein-, zwei-, drei- oder viermal auf den Stern drücken, um den Modus auszuwählen, und bei Bedarf auf „+“ drücken, wenn er vibriert. Man behält während der gesamten Benutzung die Kontrolle über das Gerät: Mit den Modi herumzuspielen wird so zu einem viel lohnenderen Erlebnis.
Vaginale Benutzung
Als ich den Tiger G4 für die vaginale Penetration benutzt habe, durfte er vorher an meiner Klitoris herumspielen und mir erst einmal einen Orgasmus bescheren. Die Vibrationen an der Spitze des Sextoys eignen sich sehr gut als Vorspiel, bevor es zur Penetration kommt.
Der Tiger G4 ist nicht besonders breit. Er hat eine durchaus respektable Größe (er kann mit einem durchschnittlich großen Penis mithalten), aber wenn man schon in Stimmung ist, lässt er sich recht leicht einführen – vor allem mit etwas Gleitgel (auf Wasserbasis, da dieses Sextoy aus Silikon besteht).
Sobald das Sextoy eingeführt ist, stimuliert der Noppen an der Basis tatsächlich die Klitoris, aber weniger intensiv als seine Spitze. Macht man weite Stoßbewegungen, hat er nicht durchgehend Kontakt mit der Klit: Kurz gesagt, die Wirkung auf die Klitoris ist durchaus da, aber nur ergänzend. Es ist nicht wirklich ein verkappter Rabbit.
Die Textur der seitlichen Rillen ist spürbar und angenehm, während die gebogene Spitze den Bereich, der mit dem „G-Punkt“ in Verbindung gebracht wird, wirksam stimuliert.
Fazit zum Fun Factory Tiger G4
Die Pluspunkte:
- Er besteht aus einem unbedenklichen Material und duftet gut.
- Er ist effektiv. Sogar doppelt effektiv, denn er eignet sich sowohl für die klitorale als auch für die vaginale Benutzung.
- Seine Bedienelemente sind intuitiv und leicht zu handhaben. So behält man während der gesamten Benutzung die Kontrolle über die Funktionen des Tiger G4.
- Sein Preis erscheint mir durchaus angemessen (unter 70 Euro) für eine völlig akzeptable Qualität.
Die Minuspunkte:
- Ich bin einfach kein Fan des „Click & Charge“-Systems – ein hübscher Name für „Ladegerät nicht mitgeliefert“. [Update: Ein USB-Ladekabel wird jetzt mitgeliefert]. Das Ladegerät ist im Prinzip eine tolle Idee: Ein einziges, kompatibles Ladegerät, das induktiv funktioniert – das ist natürlich praktisch. Aber wenn eines von zweien nach kurzer Zeit kaputtgeht (ohne dass ich es besonders schlecht behandelt hätte), habe ich doch Zweifel an seiner Haltbarkeit. Es ist vermutlich garantiert, aber trotzdem …
Note finale du test
Les plus
- Gesundes Material
- Effektiv
- Intuitive Bedienelemente
- Angemessener Preis
Les moins
- Fragiles Ladegerät
Insgesamt hat mir der Tiger G4 sehr gut gefallen. Er ist effektiv und lässt sich sehr angenehm handhaben. Außerdem macht er insgesamt einen hochwertigen Eindruck (unbedenkliches Material, keine sichtbaren Mängel, Details, die die Handhabung erleichtern usw.).
Der einzige Wermutstropfen ist das Ladegerät, das uns nicht gerade begeistert. Ansonsten gibt es keine besonderen Probleme: eine sehr ordentliche Wirkung und ein nicht übertriebener Preis.















