Der Look der Fleshlight kommt nicht bei allen gut an. Ein Sextoy für Männer, das wie eine Muschi in einer Röhre aussieht, kann schließlich ein wenig verstörend wirken. Die Marke hat sich deshalb an abstraktere Designs gewagt, mit der Fleshlight Flight und der Fleshlight Turbo Thrust, um die es in diesem Artikel geht.
Die Form der Turbo Thrust erinnert nicht an ein Geschlechtsorgan, sondern eher an eine Art Turbinenreaktor. Fleshlight hat offenbar wirklich ein Faible für Flugzeuge …
Natürlich würdest du dein bestes Stück wohl kaum zwischen die scharfen Rotorblätter eines Triebwerks schieben wollen. Bei diesem hier kannst du aber eine Ausnahme machen: Er besteht aus einem Material, das weich und fluffig wie Marshmallow ist.
Hier kommt unser Test der Fleshlight Turbo Thrust.
Verpackung des Sextoys
Die Verpackung ist schlicht: eine einfache Pappschachtel.
Ein Aufbewahrungsbeutel ist nicht dabei. Da sich das Sextoy jedoch mit seiner Kappe wie eine Schachtel verschließen lässt, braucht es eigentlich kein Etui.
Look der Fleshlight Turbo Thrust
Mit ihrem durchsichtigen Gehäuse und dem Insert (dem penetrierbaren Innenteil) in metallisch-kupferfarbener Optik und turbinenförmigem Design sieht die Fleshlight Turbo Thrust aus, als läge sie irgendwo zwischen Steampunk und Cyberpunk. Es gibt sie auch in transluzentem Blau.
Eine Vulva stellt sie jedenfalls nicht dar. Eher den seltsamen Reaktor einer futuristischen Cybermaschine. Keine Sorge: Diese Maschine tut deinem Pimmel nicht weh.
Sie ist sperrig, wie die anderen Fleshlights auch, aber gar nicht mal so hässlich, wenn man ehrlich ist. Weniger kitschig als der „Muschi-in-einer-Röhre“-Look anderer Masturbatoren dieser Art.
Textur und Materialien
Das Gehäuse besteht aus hartem Kunststoff. Das Insert dagegen ist richtig weich und fluffig.
Bei der Zusammensetzung handelt es sich um TPE, ein thermoplastisches Elastomer. Das ist eine ziemlich ungenaue Angabe: Man weiß nicht genau, was darin steckt – jedenfalls keine Phthalate. Aber gut riechen tut das Material nicht: Es verströmt einen starken Plastikgeruch.
Die Fleshlight Turbo Thrust im Praxistest
Bevor du in die Turbo Thrust eindringst, solltest du – wie bei jedem Masturbator – Gleitgel verwenden. Die Öffnung ist eng und natürlich befeuchtet sich das Toy nicht von selbst.

Jedes Gleitgel auf Wasserbasis ist geeignet. Silikonbasierte Gleitgele können das Material beschädigen.
Was das Gefühl angeht, ist es realistisch. Und mit realistisch meine ich nicht, dass es sich anfühlt, als würde man in einen echten Reaktor eindringen. Das Gefühl liegt irgendwo zwischen vaginaler und analer Penetration: ziemlich eng und dabei schön weich.

Natürlich nur im übertragenen Sinne: Man hat selbstverständlich nicht das Gefühl, in einen Menschen einzudringen. Die Stimulation erstreckt sich über die gesamte Länge des Penis. Der rundum ausgeübte Druck umschließt das beste Stück angenehm – dank der Elastizität des Materials.
Ich persönlich bevorzuge allerdings eine eher „manuelle“ Stimulation. Trotzdem fühlt es sich angenehm an, und zum Orgasmus kommt man auch.

Pflege der Fleshlight Turbo Thrust
Der einzige Haken: die Pflege des Sextoys. Das ist nervig und kaum praktikabel, wenn man mit Leuten zusammenlebt, denen man nicht unbedingt verraten möchte, dass man ein Sextoy besitzt.
Man muss das Insert aus dem Gehäuse nehmen, umstülpen, einseifen und abspülen, damit alles gründlich sauber wird, was man darin hinterlassen hat.
Danach muss man es an der Luft trocknen lassen. Und schließlich kann man es mit einem Pflegepuder für Masturbatoren oder mit Maisstärke bestäuben, wenn man sicherstellen möchte, dass es seine samtweiche Textur behält.
Kurz gesagt: Wenn man es häufig benutzen möchte, ist das nicht gerade praktisch.
Fazit zur Fleshlight Turbo Thrust
Die Pluspunkte:
- Das Gefühlserlebnis überzeugt. Die Fleshlight Turbo Thrust ist ein effektives Sextoy, das eine Stimulation bietet, die dem ziemlich nahekommt, was man spürt, wenn man in eine Vagina oder einen Anus eindringt.
- Ihr weniger eindeutiger Look nimmt ihr den „Creepy“-Faktor, den man mit dem Look einer „Muschi zum Mitnehmen“ bei den Fleshlights der „Girls“-Reihe verbinden kann (oder bei anderen Masturbatoren dieser Art).
Die Minuspunkte:
- Sie bleibt ein sperriges Erotik-Accessoire und ist vor allem ziemlich mühsam zu reinigen und zu pflegen.
- Das Material mag (vermutlich) ungiftig sein, aber es stinkt.

Note finale du test
Les plus
- Effizientes Sextoy, mit Sensationen, die an eine vaginale oder anale Penetration erinnern
- Nicht realistischer Look
Les moins
- Schlechter Geruch
- Komplexe Pflege








