Hack vernetzter Sextoys: eine gehackte Keuschheitsglocke

Hacken eines vernetzten Keuschheitskäfigs: Der Penis als Cyber-Geisel

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Freunde des BDSM und erotischer Accessoires, macht euch bereit für eine neue Plage: das Hacken eines vernetzten Keuschheitskäfigs.

Das Zeitalter der vernetzten Sextoys wirft Probleme auf, die auf den ersten Blick ziemlich ungewöhnlich wirken können. Vor allem stellt sich die Frage nach der Softwaresicherheit.

Bisher ging es bei Sicherheitslücken vernetzter Sextoys ausschließlich um den Datenschutz. Wenn es jedoch um das Hacken eines vernetzten Keuschheitskäfigs geht, wird es brenzlig, denn euer Penis kann buchstäblich von einem böswilligen Hacker als Geisel genommen werden.

Hacken vernetzter Sextoys: Der Keuschheitskäfig CellMate wurde gehackt

Der vernetzte Keuschheitskäfig CellMate

Bei dem fraglichen Accessoire handelt es sich um die CellMate der Marke Qiui, einen vernetzten Keuschheitskäfig. Das Prinzip? Ihr zieht den Käfig über euren Penis, wie jeden anderen Keuschheitskäfig auch. Dann überlasst ihr die Steuerung der CellMate über eine Smartphone-App einem Partner oder einer Partnerin auf Distanz.

Euer Dom bzw. eure Domina hat dann die volle Kontrolle über das Verschließen des Käfigs und kann entscheiden, Paule für eine beliebige Dauer einzusperren. Auf dem Papier kann das zu ziemlich amüsanten BDSM-Spielen führen und sich besonders im Rahmen von Dom-Sub-Beziehungen auf Distanz als interessant erweisen.

Das Hacken eines vernetzten Keuschheitskäfigs und seine Folgen

Es handelt sich um den ersten Fall, bei dem ein Sextoy-Hack ein körperliches Risiko für die nutzende Person darstellt. Denn wenn die Kontrolle über euren vernetzten Keuschheitskäfig in die Hände böswilliger Personen gerät, kann das Abenteuer schnell zum Albtraum werden.

Laut dem Magazin Vice, das ihre Berichte gesammelt hat, wurden mehrere CellMate-Nutzer Opfer des Hacks ihres vernetzten Keuschheitskäfigs.

„Robert“ (das ist ein Pseudonym), eines der Opfer, erhielt eine Nachricht vom Hacker, der ein Lösegeld von 0,02 Bitcoin (etwa 650 Euro) forderte, um seinen Penis freizugeben. Glücklicherweise trug er seinen Käfig gerade nicht, als er feststellte, dass dieser tatsächlich dauerhaft verriegelt war. „RJ“, ein weiteres Opfer, wurde auf dieselbe Weise erpresst, scheint aber weniger Glück gehabt zu haben. Die Geschichte verrät uns nicht, wie er sich befreien konnte.

Der Hacker soll einem der Pechvögel unter anderem gesagt haben: „Your cock is mine now“ („Dein Penis gehört jetzt mir“).

Manche fantasieren von Moneyslavery, einer sexuellen Praktik zwischen einwilligenden Erwachsenen, bei der es dem Sub Spaß macht, sich von einer dominanten Frau finanziell „ausnehmen“ zu lassen, manchmal verbunden mit einem vorgetäuschten Erpressungsspiel. Wenn die Erpressung jedoch kein einvernehmliches Spiel ist, muss die Erfahrung ziemlich traumatisch sein.

Der vernetzte Keuschheitskäfig CellMate und sein Schloss

Eine Sicherheitslücke der CellMate

Im Oktober entdeckte Pen Test Partners, ein britisches Unternehmen für Cybersicherheit, diese Sicherheitslücke der CellMate. Wenn der Server nicht antwortet, sei es wegen eines Fehlers oder eines Hacks, bleibt der Käfig verriegelt. Dumm gelaufen.

Im Mai hatte Qiui, die chinesische Marke hinter diesem Keuschheitskäfig, eine neue Version ihrer App veröffentlicht, die das Problem beheben sollte. Die Server-Schnittstelle der ersten Version ist jedoch weiterhin online, sodass die hackbare Version nach wie vor verwendet werden kann. Kurz gesagt: Die Penisse der Nutzer, die ihre App nicht aktualisiert haben, sind in Gefahr. Von Pen Test Partners und der Nachrichtenseite TechCrunch darauf angesprochen, räumte Qiui ein, dass man darauf verzichtet habe, das Problem zu beheben.

Die Marke teilte allerdings eine Notfallmethode mit, mit der jemand, der im Käfig feststeckt, seinen Penis freibekommt, ohne sich zu verletzen. Dafür muss das Sextoy zerstört werden, aber so lässt sich das darin gefangene Pimmelchen retten. Qiui empfiehlt, die Abdeckung an der Vorderseite des Käfigs gewaltsam zu öffnen und zwei der Drähte unter Strom zu setzen, damit der Motor den Käfig entriegelt …

Wenn ihr eure Talente als Arsch-MacGyver ausprobieren möchtet, gibt es allerdings jede Menge unterhaltsamere und weniger nervenaufreibende Möglichkeiten.

Pen Test Partners wies bei der CellMate auch einige erhebliche Sicherheitslücken beim Datenschutz nach und konnte unter anderem die Nutzernamen und geografischen Standorte der Nutzer ermitteln. Aber jetzt kommt es darauf auch nicht mehr an!

Die CellMate bei uns

Zufall: Wir wollten demnächst den Test der CellMate veröffentlichen … Und tatsächlich haben wir uns beim Ausprobieren gefragt, wie groß das Risiko ist, dass man seinen Schwanz für eine nicht einvernehmlich bestimmte Zeit eingeklemmt hat, wenn der Spielpartner oder die Spielpartnerin böse Absichten hat oder man etwas falsch bedient.

Packer Mr Limpy und vernetzter Keuschheitskäfig CellMate
Der Limpy, sicher außerhalb des vernetzten Keuschheitskäfigs CellMate

Der Keuschheitskäfig CellMate verfügt nämlich standardmäßig über kein Sicherheitssystem, mit dem er sich entriegeln lässt, wenn die Verbindung abbricht oder man sich mit der Person an den Steuerungen nicht einig ist. Die Missgeschicke dieser armen Herren beantworten also unsere Fragen: Das ist tatsächlich riskant und wirklich schlecht durchdacht …

Auch wenn wir glücklicherweise keine Probleme hatten, glaube ich nicht, dass wir es so bald wagen werden, das Gerät wiederzuverwenden!

Collectionneuse compulsive de sextoys dont la collection prend désormais plus de place que ma garde-robe, je teste chaque accessoire coquin avec une exigence sans faille.

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